Zuletzt aktualisiert October 2022

Glücksspielvertrag 2021: Lohnt sich der Eintritt in den deutschen Markt noch für neue Online Casinos?

Nico Arnold Casino Experte
Nico Arnold
Redakteur & Casino-Experte

Lange wurde über ganzheitliche Regularien für den deutschen Glücksspielmarkt verhandelt und diskutiert. Nun haben die Bundesländer einen gemeinsamen Nenner gefunden und der neue Glücksspielvertrag wurde verabschiedet. Offiziell geltend ist dieser seit Juli 2021. Wir haben diesen für euch etwas genauer unter die Lupe genommen.

Für neue Online-Casinos verliert der deutsche Markt an Attraktivität

Der neue Glücksspielvertrag spielt den Casinos sicherlich nicht in die Karten, sodass einige renommierte, aber auch neue Anbieter einen Rückzug erwägen. Dies passierte bereits mit einigen ehemaligen Kandidaten unserer Liste neuer Online Casinos. Bisher konnten diese mit einer gültigen EU-Lizenz deutlich freier agieren und eine ganz andere Bandbreite an Slots, Einsätzen und Spielen bieten. Da eine deutsche Lizenz mit den angesprochenen Regularien unumgänglich ist, hat der deutsche Glücksspielmarkt für viele keinen besonderen Reiz mehr.

Denn Casino Lizenzen sind teuer und die Abgaben an Steuern im deutschen Raum auch deutlich höher als in anderen Ländern -> Casinos ohne Steuer. Hinzu kommt, dass die Spieler Online-Casinos mit deutschen Lizenzen schlichtweg meiden und auf virtuelle Spielhallen zurückgreifen können, die weiterhin eine EU-Lizenz besitzen. Ein weiterer Punkt, der Anbieter abschrecken könnte, ist die Regelung, dass spezielle Präventionskonzepte für Spieler im Austausch mit dem Gesetzgeber erarbeitet werden müssen.

Welchen Zweck verfolgt der Glücksspielvertrag?

Grundgedanke hinter dem neuen Gesetz ist zum einen die einheitliche Regelung für alle 16 Bundesländer. Bisher war es tatsächlich in 15 Bundesländern, außer in Schleswig-Holstein illegal Glücksspiel zu betreiben. Ab Juli 21 ist es also flächendeckend für Anbieter sowie Spieler legalisiert.

Zum anderem sollen Spieler besser geschützt werden. Hierfür wurden den Anbietern strenge Regeln auferlegt.

Was die neuen Regelungen des GlüStV beinhalten

Wie Ihr bereits erfahren konntet, hat der Schutz des Spielers die oberste Priorität. Damit eventuelle finanzielle Verluste nicht ausarten wurden für Spieler folgende Maßnahmen getroffen:

  • Kein Livespiel Angebot mehr
  • Roulette, Baccara und Blackjack dürfen nicht mehr angeboten werden
  • Monatliches Einzahlungslimit von 1000 €
  • Onlinecasinos dürfen parallel keine Sportwetten anbieten
  • Auch für die Anbieter selbst wurden die Daumenschrauben stark angezogen:
  • Ein „Panik-Button“ den Kunden betätigen können, um 24 Stunden gesperrt zu sein
  • Keine Werbung zwischen 6-21 Uhr
  • Slot Maschinen Höchsteinsatz 1 Euro pro Spin
  • Regelmäßige Hinweise an die Spieler über das Einsatz / Gewinnverhältnis müssen eingeblendet werden
  • Steuerliche Abgaben an den deutschen Staat

Leichter gewinnen kann man in neuen Casinos trotzdem nicht.

Was bedeutet die Regelung für Spieler?

Ein springender Punkt, der euch bewusst sein sollte, ist auch das Thema Datenschutz. Denn diese wird hinlänglich vom Staat überprüft und somit auch eure Einzahlungen, Sperren usw. Ansonsten ist die Grundidee hinter dem GlüStV natürlich, dass Ihr in eurem Verhalten reguliert werdet, um eventuelle psychische Folgen und das Risiko von einer Sucht zu minimieren. Da es aber etliche Wege gibt, auf Casinos zurückzugreifen, die das gesamte Spiel Portfolio mit deutlich höheren Einsätzen gewähren, steht der neue Vertrag in vielerlei Hinsicht in der Kritik.

Fazit

Der Ansatz ist sicherlich der richtige, aber der Vertrag wird wohl eher das Fernhalten der Anbieter vom deutschen Markt mit sich bringen. Des weiteren werden Stimmen laut, die die ganzheitliche Legalisierung kritisieren. Denn nun, wo der Zugang zu Glücksspiel völlig legal und ohne weitere Hürden stattfinden kann, besteht die Gefahr, dass viele neu erwachsene den Weg ins Online Casino finden.

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