Ouya

Obwohl die bei Kickstarter erfolgreich finanzierte Android-Konsole Ouya in den Staaten seit Ende Mai 2013 erhältlich ist, konnte der Hersteller des kleinen Gaming-Würfels bisher keinen Zeitraum für eine Veröffentlichung außerhalb der USA und Großbritannien nennen. Jetzt aber scheint die Maschine auch den Weg nach Deutschland zu schaffen – im Oktober soll es endlich soweit sein.

Die Ouya mit dem Billig-Controller. (Foto: GamingGadgets.de)
Die Ouya mit dem Billig-Controller. (Foto: GamingGadgets.de)

Der Onlineshop Amazon listet die Ouya seit vielen Monaten, gibt aber erst seit einigen Stunden ein richtiges Datum an. Am 10. Oktober 2013 soll die Hardware samt Controller, HDMI-Kabel und EU-Netzteil ausgeliefert werden. Erschreckend der Preis: 119,99 Euro soll die Ouya hierzulande kosten, obwohl sie in den USA für 99,99 US-Dollar (zirka 75 Euro) angeboten wird. Sicherlich kommen noch Mehrwertsteuer und ggf. Handelsmargen sowie Logistikaufwand hinzu, doch der Unterschied ist gravierend. Und nach wie vor bin ich der Auffassung, dass sich die Ouya ohnehin nicht lohnt.

Nach zahlreichen Updates sind die Menüs der Ouya, die ich als Kickstarter-Backer Ende Mai erhielt, immerhin fast komplett in deutscher Sprache verfügbar. Und im hauseigenen Store befinden sich mittlerweile knapp 400 Spiele, die ihr euch kostenlos downloaden und in Ruhe ausprobieren könnt, bevor ihr sie direkt online erwerbt. Geblieben sind aber unzählige andere Probleme: Der Controller ist ein furchtbares Stück Hardware, das billig wirkt und alles andere als ergonomisch ist. Zig Spiele wurden lieblos an die Konsole angepasst, häufig verliert das Gamepad zudem die Funkverbindung zur Konsole. So macht das Spielen keinen Spaß, an meinem ausführlichen Ersteindruck hat sich an sich nichts geändert. Davon ab: Zockt ihr auf Smartphone und Tablet, kennt ihr sowieso fast alle präsentierten Spiele aus Google Play (und dem iOS-Appstore, so gesehen). Exklusiv-Produktionen? Gibt’s halt kaum welche.

Ouya bei Amazon. (Foto: Amazon)
Ouya bei Amazon. (Foto: Amazon)

Klar, für Einsteiger mag die Ouya attraktiv sein, können die doch so viele Games in Ruhe und ohne Aufwand anzocken. Nur wieso die Daddelkiste jetzt für 119,99 Euro verkauft werden soll? Gerade die magische Grenze von 99 Euro hätte vor dem Weihnachtsgeschäft gewiss einige Gelegenheitsspieler, Eltern, Spontankäufer angesprochen. Auf der anderen Seite passt der Anbieter sicher den Preis dem Markt an – und hier gibt’s gegenwärtig kaum vergleichbare Konkurrenzprodukte, die auf einen halbwegs leistungsfähigen Prozessor (Tegra 3) und Home-Entertainment setzen. Doch die Mitbewerber kommen: unu steht in den Startlöchern, genauso soll der GameStick Europa erobern. Und einige weitere Anbieter dürften folgen. Kurzum: Seid ihr unsicher, wartet vielleicht noch etwas mit dem Kauf oder schaut, ob ihr sie im Ausland für weniger Geld bekommt. Nur ob die Kinderkrankheiten der Ouya jemals behoben werden? Ich bin skeptisch, hatten die Macher doch die letzten Monate genügend Zeit…

Kleiner Hinweis: Wie gewohnt konnte mir die Presseabteilung (oder wer auch immer da sitzt) von Ouya keine Antwort geben, ob das Datum wirklich, tatsächlich, ganz sicher stimmt. Gehen wir einfach davon aus. Die Kollegen von Ouya-News konnten bei Amazon niemanden erreichen, um herauszufinden, wann die Vorbestellungen ausgeliefert werden.

Bei Amazon könnt ihr die Ouya schon jetzt ordern.

2 Kommentare
  1. […] Zum Original Blog GamingGadgets […]

  2. Snacky sagt

    Du hast bei der Pressestelle angerufen?!? Uh, das ist ja richtiger Journalismus hier. Cooooool! *thumbsup*

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