Pan’orama Review: Wie gut ist das neue Cozy-Aufbauspiel für die Nintendo Switch?

Das niedliche Cozy-Aufbauspiel mit Puzzle-Elementen ist gestern, am 11.01.24 offiziell für die Nintendo Switch erschienen. PC-Spieler dürfen zwar schon seit ca. 8 Monaten in den Genuss des entspannenden Aufbauspiels kommen, haben aber auch erst gestern die volle Controller-Unterstützung erhalten. Auch ich habe mir das Spiel, pünktlich zum Nintendo Switch Release, nun endlich anschauen können und verrate euch heute, ob sich der Titel meiner Meinung nach lohnt.

Bevor ihr euch meinen Test durchlest, könnt ihr euch vorab den offiziellen Launch Trailer ansehen:

Der geistige Nachfolger von Dorfromantik

Wer sich für Pan’orama interessiert, der wird sicher auch schon einmal etwas von dem Spiel Dorfromantik gehört haben oder es vielleicht sogar bereits gespielt haben. Tatsächlich gibt es zwischen den beiden Titeln eine Menge Parallelen. So bauen wir uns zum Beispiel in beiden Spielen unsere Welt mit sechseckigen „Puzzleteilen“ auf. Dabei ist darauf zu achten, dass die einzelnen Teile, eben wie bei einem Puzzlespiel, auch zueinander passen, denn nur so lassen sich die großen Punkte generieren.

Das bedeutet, dass man zum Beispiel Steinfelder am besten mit anderen Steinfeldern kombiniert und Wohngebäude mit anderen Wohngebäuden und so weiter. Dies ist natürlich nicht immer möglich, weshalb es auch Teile mit mehreren Eigenschaften im Spiel gibt. So gibt es beispielsweise auch Puzzleteile, die Wohnhäuser, Steinfelder und Wälder gleichzeitig repräsentieren und mehr Anlegemöglichkeiten bieten.

Für jedes Puzzleteil muss man einen passenden Platz finden.

Hier und da gibt es, ähnlich wie bei Dorfromantik, auch immer kleine Aufgaben zu lösen, die besonders viele Punkte einbringen können. So wird zum Beispiel erwartet, dass man mal 4 Wasserteile an ein bestimmtes Puzzleteil angelegen muss. Die Bonuspunkte, die man auf diese Weise generiert, werden dann einem Punktekonto gutgeschrieben, das nicht nur den persönlichen Highscore markiert, sondern auch große Spezialgebäude freischaltet, wenn man ein bestimmtes Punkteziel erreicht hat.

Mit den Extra-Aufgaben lassen sich zusätzliche Punkte verdienen.

Spezialgebäude zu bauen ist im Grunde der Kern der Gameplays. Denn nur, wenn ihr Spezialgebäude erbaut, erhaltet ihr weitere Puzzleteile. Habt ihr keine Puzzleteile mehr, geht ihr „Game Over“.

So schnell kann eine Runde vorbei sein.

Unerwartet herausfordernd

Zwar wurde das Anlegen der Puzzleteile bei Pan’orama ein wenig einfacher gestaltet als bei Dorfromantik, dennoch darf man das Spiel mit dem niedlichen Look und der entspannenden Musik nicht unterschätzen. Das Ziel, ganze 73 Spezialgebäude zu erbauen, ist nämlich trotzdem gar nicht so einfach zu erreichen. Bereits ab dem 9. Spezialgebäude wird das Spiel deutlich kniffliger und man muss sowohl die Punkte als auch die verbleibenden Puzzleteile stets gut im Auge behalten.

Spezialgebäude sind essenziell fürs Weiterspielen, denn nur so bekommt ihr neue Puzzleteile.

Ich persönlich finde den Schwierigkeitsgrad so tatsächlich genau richtig, da das Spiel sonst zu schnell langweilig werden würde. So braucht es erst einmal einige Stunden, vielleicht sogar Tage, bis man den Kniff wirklich raushat, wie man das Ziel überhaupt erreichen kann. Gute Spieler können sich dann noch im Challenge-Modus mit anderen Spielern messen und im Kreativmodus darf man sich ohne Druck einfach mal an der Liebe, die in das Spiel gesteckt wurde, erfreuen und die Welt so bauen, wie man es möchte.

Die verschiedenen Modi haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, allerdings würde ich mir noch ein paar mehr wünschen, um das perfekte Maß an Abwechslung zu erhalten. Vor allem im Challenge-Modus könnten noch mehr Ideen implementiert werden, da dieser sich etwas zu wenig vom normalen Modus unterscheidet.

Neben dem Tutorial bietet euch das Spiel insgesamt 3 verschiedene Modi.

Katzen an die Macht!

Trotz des überraschend kniffligen Schwierigkeitsgrads, ist Pan’orama immer noch ein absolutes Feel-Good-Cozy-Game. Dazu trägt zum einen der extrem entspannende Soundtrack bei, der genauso gut auch bei einem Spa-Treatment im Hintergrund spielen könnte und zum anderen natürlich auch die bunte, niedliche Optik.

Besonders schön ist es außerdem, wie sich die Welt immer weiter vergrößert und einzelne, bereits gelegte Puzzleteile nach und nach automatisch verbessert werden. So werden die Wohngebäude zum Beispiel nach und nach immer größer und detailreicher und auch die Berge und Wälder werden mit der Zeit immer eindrucksvoller. Zoomt man in das Spiel hinein, wird es allerdings ein wenig pixelig, was etwas schade ist. Insgesamt gefällt mir die Optik von Pano’rama jedoch noch einmal deutlich besser als der Look von Dorfromantik.

Je mehr Puzzleteile ihr anlegt, desto detailreicher und interessanter wird eure Welt.

Auch wirkt die Welt von Pan’orama etwas lebendiger als die von Dorfromantik. Zwar gibt es auch hier leider keine menschlichen Dorfbewohner, die sich von A nach B durchwuseln, dafür dürfen wir immer mal wieder eine Katze entdecken. Katzen sind in Pan’orama nämlich tatsächlich die Besetzer des Landes und arbeiten nicht nur in der Mine, sondern steuern auch die Traktoren, die das Feld beackern und die Boote, die die Gewässer nach Fischen absuchen. Zusätzlich kann man außerdem Frösche, Möwen und andere Tiere entdecken. Klickt man eine Katze oder ein anderes Tier an, bekommt man sogar Extra-Punkte für den Highscore.

Bei Pan’orama regieren Katzen die Welt.

Steuerung

Bevor es ans Fazit geht, möchte ich gerne noch kurz auf die Steuerung eingehen. Bis gestern gab es nämlich noch gar keine Controller-Unterstützung, die zwecks Release für die Nintendo Switch nun endlich implementiert wurde.

Die Steuerung mit dem Controller geht überraschend gut von der Hand. Während meines Tests habe ich immer mal wieder zwischen Maus und Tastatur und Gamepad gewechselt und fand beides sehr angenehm, wobei ich allerdings Maus und Tastatur weiterhin vorziehen würde. Da ich aber generell eher PC-Spieler als Konsolero bin und in der Regel immer vorzugsweise zu Maus und Tastatur greife, hat das wahrscheinlich am Ende nicht allzu viel zu sagen.

Die einzige Schwachstelle, die die Steuerung mit dem Controller für mich aufgezeigt hat, ist das Drehen der einzelnen Puzzleteile. Mit dem Controller wird das nämlich mit dem Steuerkreuz gemacht, was den Spielfluss, meiner Meinung nach, etwas zu sehr unterbricht, da man dazu den Daumen vom Stick nehmen muss, der die Kamera bewegt. Nutzt man Maus und Tastatur, reicht hingegen ein einfacher Knopfdruck (Taste „R“). Das Gute daran ist allerdings, dass es bei Pan’orama eigentlich fast gar nicht nötig ist, die kleinen Puzzleteile zu drehen, es sei denn, man befindet sich im Kreativmodus und ist auf Perfektion aus.

Fazit

Mir persönlich hat Pan’orama noch einmal deutlich besser gefallen als Dorfromantik, ein Spiel, das hier ganz offensichtlich als Inspiration gedient hat. Dazu muss aber auch erwähnt werden, dass das natürlich absolute Geschmacksache ist. Dorfromantik ist am Ende zwar komplexer als Pan’orama und bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten für die Gestaltung der eigenen Welt, dafür gefällt mir die Optik von Pan’orama besser und das simplere Gameplay passt für mich auch mehr zum Cozy-Feeling.

Wie bereits erwähnt, darf man aber auch Pan’orama auf keinen Fall unterschätzen, wenn es um das Gameplay geht. Das große Ziel zu erreichen, ist gar nicht so leicht und kann einiges an Übung erfordern und das ist tatsächlich auch gut so, da der Titel sonst schnell langweilig werden würde. Gegen das Aufkommen von Langeweile helfen dann zusätzlich noch die verschiedenen Modi, wobei ich mir aber noch ein paar mehr wünschen würde. Ich kann aber „leider“ auch versprechen, dass der Titel ziemlich süchtig macht, bis man den Bogen so richtig raus hat.

  • Pan’orama gibt es seit ca. 8 Monaten für den PC und seit gestern, dem 11. Januar 2024, dürfen sich auch Nintendo Switch Besitzer über das gemütliche Aufbauspiel freuen.

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