Pferderennen in England: Über 100.000 Unterschriften gegen Kontrollen und Finanzchecks bei Pferdewetten

In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Vertreter des britischen Pferderennsports wiederholt dazu aufgefordert, die Petition gegen die Finanzkontrollen und Risikoanalysen zu unterstützen. Dieser Bitte sind viele Menschen und Wettfreunde gefolgt. Am Dienstagabend wurde erstaunlicherweise die beeindruckende Zahl von 100.000 Unterschriften für diese Petition erreicht. Dies ist eine klare Ansage an die Politik der britischen Regierung.

Die britische Regierung gerät unter Zugzwang

Vor kurzem sorgte Schatzkanzler Jeremy Hunt mit seiner Herbsterklärung für Aufsehen. Es wurde darüber spekuliert, dass die Steuersätze für Online-Glücksspiele erhöht werden könnten. Dies würde sowohl die besten Pferderennen Wettanbieter als auch die Top Online Casinos in Großbritannien betreffen.

Die Regierung hat bereits schriftlich auf eine Petition geantwortet, die zu Beginn des Monats gestartet wurde und unter dem Namen von Nevin Truesdale, dem Vorstandsvorsitzenden des Jockey-Clubs registriert war. Die Regierung hatte sich verpflichtet, auf die Petition zu antworten, sobald sie 10.000 Unterschriften erreicht hatte. Diese Zahl wurde innerhalb kürzester Zeit überschritten. Die Regierung stand somit erheblich unter Druck.

Abwanderung zu illegalen Wettanbietern wird befürchtet

Die Petition fordert die Regierung auf, von der geplanten Einführung von Finanzprüfungen für bestimmte Personen, die wetten möchten, abzusehen. Die Unterzeichner sind der Ansicht, dass solche Überprüfungen unangemessen und diskriminierend sind.

Es wird befürchtet, dass diese Kontrollen dazu führen könnten, dass Sportwetter ihre finanzielle Leistungsfähigkeit nachweisen müssen und somit Einschränkungen erfahren. Die Petitionsunterstützer akzeptieren zwar Maßnahmen zum Schutz problematischer Glücksspielerinnen und -spieler; jedoch besteht die Sorge vor umfangreicheren Kontrollen mit höheren Anforderungsgrenzen. Dies könnte zur Folge haben, dass Sportwetter in den Schwarzmarkt abwandern würden. Darüber hinaus würde dies negative Auswirkungen auf die Finanzen des britischen Pferderennsports haben. Auch die Steuereinnahmen der britischen Regierung würden hierdurch sinken. Dies habe bereits Deutschlands Krise um die Steuereinnahmen aus Online-Glücksspielen gezeigt.

In ihrer schriftlichen Antwort betont die Regierung ihr Bestreben nach angemessenen und reibungslosen Kontrollmaßnahmen für Wettkunden sowie ihre Zusammenarbeit mit der Gambling Commission bezüglich Bedenken über das vorgeschlagene System finanzieller Risikokontrollen.

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