PICO 4 All-in-One VR-Headset – handfeste Konkurrenz für die Quest 2

Jetzt wird es eng für die Meta Quest 2: Der Hersteller PICO hat die PICO 4 auf den Markt gebracht. Es handelt sich um ein All-in-One VR-Headset, dass nicht nur günstiger als die Quest 2 ist, sondern sogar etwas bessere Features bietet. Das Einsteigermodell mit 128GB Speicher kostet nur 429 Euro.

128GB oder 256GB?

Die PICO 4 wird aktuell wahlweise mit 128GB oder 256GB Speicher angeboten und kann sowohl als Stand-Alone-Variante oder via Stream genutzt werden. Technisch liest sich die Ausstattung für den günstigen Preis hervorragend: So hat man sich bei der CPU für einen Achtkerner beziehungsweise den Qualcomm XR2 entschieden.

Diese arbeitet mit einer Kryo 585 CPU sowie der Adreno 650 GPU zusammen und soll für grafisch anspruchsvolle VR-Erlebnisse sorgen. Ferner sind 8GB Ram verbaut. Damit auch die Darstellung qualitativ hochwertig ist, sind weiterhin zwei l-Fast-LC-Displays mit einer Diagonale von jeweils 2,56 Zoll verbaut. Dabei sind Auflösungen von bis zu 2.160 x 2.160 Pixeln je Auge möglich. Wer jetzt rechnet: Die „normale“ 4K-Auflösung wird damit um 35 Prozent überstiegen.

PICO 4 All-in-One VR-Headset - handfeste Konkurrenz für die Quest 2

Bildwiederholfrequenz von 90 Hz

Dabei wird wohl nix ruckeln, denn die Bildwiederholfrequenz soll Richtung 90 Hz gehen, wobei ein 105 Grad weites Sichtfeld geboten wird. Und wie lange könnt ihr spielen? Es ist ein 5.300 mAh-Akku verbaut, der die Brille für 2,5 bis 3 Stunden mit Strom versorgen soll. Das dürfte auch für eine längere Session oder einen Spielfilm ausreichen.

Die Bewegungen werden mit einem optischen Infrarot-Positionierungssystem erfasst. Dadurch werden Bewegungen ziemlich genau übernommen und ihr könnt fast wie im echten Leben agieren. Dabei stimmt auch die Akustik: Dank 360 Grad Stereo-Surround-Sound benötigt ihr weder Ohrhörer noch Kopfhörer.

Das Gewicht von 295 g ist angenehm leicht, wobei das Headset wie gewohnt via Kopfband „befestigt“ wird. Dabei hat man wohl sehr viel Wert auf die Gewichtsverteilung gelegt, denn die Brille soll weder bedeutend nach vorne, noch nach hinten „ziehen“.

Apropos Controller

Im Lieferumfang ist logischerweise für jede Hand ein Controller erhalten. Beide Steuerungseinheiten sind nicht nur ergonomisch designt, sondern auch mit Vibrationsmotoren ausgestattet. Diese sollen ein haptisches Feedback ermöglichen, das für mehr Realismus sorgt.

Die Controller verfügen über keine integrierten Akkus. Vielmehr müsst ihr bei diesen jeweils 2 AA-Batterien einlegen. Ein großer Vorteil, denn ein fest verbauter Akku kann auch mal defekt sein. So könnt ihr bei Bedarf ganz entspannt die Batterien tauschen.

Spiele, Fitness und Mixed Reality

Bisher gibt es für das PICO 4 mehr als 250 Spiele. Mit dabei sind einfache Games, aber auch Fitness-Anwendungen. Außerdem ist für nächstes Jahr ein Mixed Reality-Upgrade geplant. Dadurch sollen VR-Welt und reale Welt miteinander verschmelzen.

Wie bei anderen Headsets auch könnt ihr das PICO 4 mit Steam koppeln. Ist die Verbindung zur Steam-Bibliothek hergestellt, könnt ihr entsprechende Titel zocken. Die Verbindung erfolgt via WLAN (WiFi 6), wobei aber auch ein Kabel inklusive PC-Adapter optional erhältlich ist.

Vorteile gegenüber der Quest 2

Was ist nun besser? Quest 2 oder PICO 4? Die Quest 2 verfügt lediglich über 6GB Ram, bietet nur 1.832 x 1.920 Pixel pro Auge und damit eine deutlich schlechtere Auflösung. Mit über 500 g ist die Quest 2 zudem fast ein Schwergewicht, zumal es hier immer wieder Beschwerden gab, dass die Brille den Kopf nach vorne zieht.

Zwar ist der Akku bei der Quest etwas kleiner, aber das ändert an der Spielzeit nichts. Auch der verfügbare Speicher (128 GB / 256 GB) ist bei beiden Modellen gleich. Unterm Strich lässt sich an dieser Stelle anmerken, dass das PICO 4 All-in-One VR-Headset klar die Nase vorn hat.

Wo könnt ihr das PICO 4 kaufen?

Am Ende ist das PICO 4 ein tolles Set, das mit vielen Neuerungen glänzt. Braucht man das? Nicht unbedingt, aber es dürfte eine tolle Erfahrung sein. Zumal der Preis gegenüber der Quest 2 als sehr fair anzusehen ist.

Das PICO 4 wird mit 128GB Speicher für 429 Euro, mit 256GB für 499 Euro angeboten. Wie auch die Quest 2 ist auch das PICO 4 ziemlich begehrt. Auf Amazon ist das Set bereits jetzt ausverkauft, wobei ihr aber in absehbarer Zeit mit Nachschub rechnen dürft.

Ganz gut sieht es ansonsten bei Media Markt aus. Hier ist die 128 GB-Variante noch lieferbar. Die 256GB-Variante ist ebenfalls ausverkauft, wobei ihr in dem einen oder anderen Markt noch Glück haben dürftet.

Angebot
PICO 4 All-in-One VR Headset, Weiß und Grau, 128GB
  • Ausgewogenes Design, angenehm zu tragen. Durch das ausgewogene Design verteilt sich das Gewicht des PICO 4 gleichmäßig auf Vorder- und Rückseite. Das Ergebnis ist ein hervorragendes Tragegefühl
  • Superleicht für längeres Spielen. Das Pancake-Objektivdesign hat das PICO 4 viel leichter gemacht. Mit einem Gewicht von weniger als 300 g können Sie bequem noch länger spielen

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