Pulp Nonfiction

Normales Papier wird endlich interaktiv

26. April 2018 • 0:15 Uhr

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Papier wird interaktiv. (Foto: Screenshot / Youtube)

Fast ganz normales Papier wird dank Pulp Nonfiction zu einem interaktiven Eingabegerät. Zum Spielen, für den Alltag oder…um die gute, alte Zeitung endlich ins digitale Zeitalter zu katapultieren.

Yang Zhang und Chris Harrison vom Human-Computer Interaction Institute der Carnegie Mellon University zeigen, dass man sogar klassisches Papier modernisieren kann. Gegenüber dem faszinierenden PaperID von Disney Research, das auf RFID setzt, soll das Pulp Nonfiction genannte System sehr viel einfacher und kostengünstiger ausfallen. Besser noch: Im Grunde kann normales Papier verwendet werden – als Eingabegerät oder Touchpad für Spiele und andere Anwendungen.

Eine Verbindung zu einem elektronischen Gerät braucht das Papier trotzdem. (Foto: Screenshot / Youtube)
Eine Verbindung zu einem elektronischen Gerät braucht das Papier trotzdem. (Foto: Screenshot / Youtube)

So funktioniert Pulp Nonfiction

Leitfähige Tinte ist bei Pulp Nonfiction gewissermaßen das Zauberwort. Dieser wird auf einer speziellen Folie aufgetragen, die sich wiederum auf der Rückseite des Papiers befindet. Ein angeschlossener Microcontroller sendet kontinuierlich niedrige Spannungen zu verschiedenen Stellen der Folie. Drückt ein Nutzer auf das auf der Folie liegende Papier, kann sehr präzise der Ort der Aktivität lokalisiert werden.

Entfernt vergleichbar ist dies mit der Funktionalität eines typischen Touchscreens vom Smartphone oder Tablet. Der Unterschied: Das Papier selbst ist inklusive der leitenden Fläche ein Centartikel. Auch die zusätzlich benötigte Hardware, die beispielsweise mit einem PC verbunden ist, scheint sehr kostengünstig zu sein und könnte andernorts verbaut werden. Stellt euch vor, dass ihr euer Mobiltelefon auf eine Zeitung legt und diese prompt interaktiv wird. Mit dem Konzept von Pulp Nonfiction wäre das denkbar.

Viele Möglichkeiten

Die Erfinder stellen sich bei Pulp Nonfiction diverse Einsatzmöglichkeiten vor. Besagte Tageszeitung mit „Like“-Buttons klingt schon lustig. Aber auch Brettspiele, interaktive Multiple-Choice-Fragebögen oder einfach nur eine simple Malflächen (für Kids) könnten mit diesem Ansatz umgesetzt werden.

Eine interaktive Tageszeitung? Das wäre doch was. (Foto: Screenshot / Youtube)
Eine interaktive Tageszeitung? Das wäre doch was. (Foto: Screenshot / Youtube)

Ob etwas aus Pulp Nonfiction wird? Das zeigt sicher die Zukunft. Ausführliche Erläuterungen gibt’s in einem PDF-Dokument, das die Macher kürzlich veröffentlichten.

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Pulp Nonfiction: Normales Papier wird endlich interaktiv
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Pulp Nonfiction: Normales Papier wird endlich interaktiv
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Fast ganz normales Papier wird dank Pulp Nonfiction zu einem interaktiven Eingabegerät. Zum Spielen, für den Alltag oder…um die gute, alte Zeitung endlich ins digitale Zeitalter zu katapultieren.
Sven Wernicke
GamingGadgets.de
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