Qualcomm DragonBoard 410c

Leistungsstarker Konkurrent für den Raspberry Pi?

18. Mai 2015 • 12:53 Uhr

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Sieht nicht sexy aus, besitzt aber viel Power. (Foto: Qualcomm)

Auch der Chiphersteller Qualcomm möchte beim trendigen „Internet der Dinge“ mitmischen. Das DragonBoard 410c bereitet nicht nur dem beliebten Raspberry Pi Konkurrenz, der Minirechner ist auf Wunsch auch mit Android ausgestattet.

Der Raspberry Pi ist dank seiner offenen Plattform und des niedrigen Preises von regulär 35 Euro gerade bei Bastelfreunden sehr beliebt. Das neue Modell bringt sogar einen recht leistungsfähigen Quadcore-Prozessor mit, der sich gut für Retrokonsolen-Emulatoren eignen dürfte. Wem diese „Power“ nicht genügt, erhält mit Qualcomms DragonBoard 410 eine attraktive, wenn auch teurere Alternative. Denn für 75 US-Dollar bekommen Käufer ab Mitte Juni 2015 einen weiteren Mini-Rechner für DIY-Projekte. Verbaut wird ein Snapdragon 410-Prozessor, der aus vier ARM-A53-Kernen mit jeweils 1,2GHz Takt besteht und 64bit-kompatibel ist. Die Adreno 306-Grafikeinheit sorgt für Video-Beschleunigung und eine Ausgabe per HDMI. 1GB RAM, 8GB Flash-Speicher, WLAN (802.11a/b/g/n), Bluetooth 4.0, GPS und zwei USB-Ports fehlen nicht.

Android, Linux und Windows

Letztlich reden wir hier also über Hardware, die aus einem Smartphone oder Tablet stammen könnte, im kreativen Bastel-Umfeld dagegen noch gar nicht von Relevanz ist. Dabei dürfte dies der große Vorteil sein. Qualcomm bietet zum Verkaufsstart Android 5.1 und Linaro-Linux als Betriebssysteme an, offenbar auch Windows 10 IoT und Ubuntu Linux. Das erhöht die Flexibilität gravierend, zumal man mit dem DragonBoard 410c vermutlich recht schnell beispielsweise Games und Emulatoren zum Laufen bringen dürfte – beispielsweise für das eigene Konsolen-Projekt mit einem Gehäuse aus dem 3D-Drucker.

Attraktive Basis für künftige Hobby-Basteleien? (Foto: Qualcomm)
Attraktive Basis für künftige Hobby-Basteleien? (Foto: Qualcomm)

Weitere Details bekommt ihr auf der extra eingerichteten Webseite. Dort erfahrt ihr auch mehr über die Erweiterungs-Ports und könnt euch via Email informieren lassen, sobald der Winzig-Rechner erhältlich ist. Auf der Entwickler-Plattform von Qualcomm gibt’s ein paar Impressionen von der San Diego Maker Faire, wo das DragonBoard 410c vorgestellt wurde. Einige Roboter-Entwicklungen, die zumindest auf der DragonBoard-Reihe basieren, zeigen das Potential für zukünftige IoT-Erfindungen.

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