Raspberry Pi 3

Mehr Power! Der Raspberry Pi 3 geht mit einem neuen Prozessor und weiteren Verbesserungen ins Rennen. Was bekommt ihr für 35 US-Dollar bzw. Euro?

Das muss man der Raspberry Pi Foundation lassen: Die Briten sind stets bemüht, bei gleichbleibenden Preisen von Modell zu Modell mehr zu bieten. Der jetzt vorgestellte Raspberry Pi 3 verfügt erstmals über einen 64bit-Prozessor. Der BCM2837 besteht aus vier ARM Cortex A53-Rechenkernen, die mit 1,2GHz getaktet sind. Das soll im besten Fall dazu führen, dass der Pi 3 zwischen 50 und 60 Prozent schneller als der direkte Vorgänger ist. Gegenüber dem ursprünglichen Raspberry Pi (bzw. so gesehen auch dem Pi Zero) sei der Chip 10x flotter. Die Grafikeinheit ist dagegen unverändert der VideoCore IV, der nun höher getaktet ist – nämlich mit 400MHz bzw. 300 MHz (3D Core). Eigentlich schade, dass es bei 1GB RAM bleibt. Aber man muss ja noch Luft für den Raspberry Pi 4 lassen.

Der Aufbau des Pi 3. (Foto: Raspberry Pi Foundation)
Der Aufbau des Pi 3. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

WIFI und Bluetooth

Neu sind auch ein fest integrietes WIFI-Modul (802.11n) und Bluetooth 4.1 Low Energy. Beides führt zu einem dezent veränderten Layout gegenüber dem Pie 2: Die LEDs mussten neu angeordnet werden. Das dürfte bei manchen Gehäusen, die als Zubehör erhältlich sind, nicht besonders gut aussehen. Ebenfalls wird ein neues Netzteil fällig: 2,5 Ampere sollte dieses liefern, um einen guten Betrieb zu gewährleisten bzw. die vier USB 2.0-Ports mit genügend Energie zu versorgen. Sonst habe hat sich bei Größe und Form nichts geändert, sodass man Komponenten für die früheren Computer weiter verwenden kann. HDMI und Ethernet fehlen auch diesmal nicht.

Gleicher Preis

Ab sofort ist der Raspberry Pi 3 für 35 US-Dollar bzw. Britische Pfund bei offiziellen Händlern erhältlich. Hierzulande liegen die Preise noch ein klein wenig höher, was unter anderem an den fälligen Steuern und der zum Launch erhöhten Nachfrage liegt. In den kommenden Wochen dürften sich die Summen in hiesigen Gefilden langsam anpassen.

In jedem Fall wird der Pi 3 immer spannender. Nicht nur als flexibler Bastel-Rechner und Retro-Spielkonsole dürfte er prima geeignet sein, sondern als Office- und Internet-Rechner. Das Linux-basierte Raspbian-Betriebssystem eignet sich dank Noobs-Software für Anfänger, ebenfalls sind weitere Plattformen (Windows 10 IOT oder Ubuntu) frei verfügbar.

Was ihr so mit dem Raspberry Pi anstellen könnt, findet ihr im GG-Archiv heraus. Und weitere Details zum Pi 3 erhaltet ihr auf der offiziellen Webseite.

8 Kommentare
  1. Jack sagt

    Raspberry Pi 3 ist der Knaller. Passt in Schul-Projekten sehr gut

  2. […] einen Arcade-Automaten zu erschaffen. Das technische Grundgerüst war schnell gefunden: Der neue Raspberry Pi 3 dürfte leistungsstark für die wichtigsten Emulatoren sein, der Arduino Leonardo wiederum bringt […]

  3. […] auf dem Spielbrett ist mit jeweils einer LED ausgestattet, um so Züge visuell darzustellen. Der Raspberry Pi 3 übernimmt jegliche Berechnungen. Zum Einsatz kommt ebenfalls ein Arduino Nano, der für die […]

  4. Alex sagt

    Ich habe ein Kollege, der Lehrer ist und er wollte das mal testen. Aber Jack hat recht. Der Raspberry Pi 3 ist echt klasse!

  5. […] der Anleitungen bei Instructables, in denen alles erklärt wird. Das Herz des TJ Bots ist stets ein Raspberry Pi 3, zusätzlich sind unter anderem Sensoren, Mikrofon oder LEDs nötig. Alles Teile, die ihr regulär […]

  6. […] Raspberry Pi 3 ist zum einen leistungsstark, zum anderen extrem vielseitig. Wenn keine eigenen […]

  7. […] teurer als der Raspberry Pi 3, dafür wird aber mehr „Power“ versprochen. Das Tinker-Board des Elektronik-Riesen Asus […]

  8. […] war und ist der Raspberry Pi 3 ein spannendes Mini-Rechner, der mit der Veröffentlichung seines Nachfolgers womöglich hier und […]

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