Raspberry Pi 4

Mehr Leistung, aber auch teurer

25. Juni 2019 • 0:01 Uhr

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Der Raspberry Pi 4 - jede Menge Power. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Euer alter Raspberry Pi macht bei anspruchsvollen Anwendungen langsam schlapp? Der Raspberry Pi 4 bietet nun vor allem sehr viel mehr Arbeitsspeicher. Und nicht nur das.

Zweifelsohne war und ist der Raspberry Pi 3 ein spannendes Mini-Rechner, der mit der Veröffentlichung seines Nachfolgers womöglich hier und da zum Schnäppchen wird. Denn der Raspberry Pi 4 löst ihn nicht nur ab, sondern bietet in einigen Bereichen deutliche Verbesserungen, die nicht immer von Vorteil sind. Aber der Reihe nach…

Das bietet der Raspberry Pi 4

Bezogen auf die technischen Daten liest sich der Raspberry Pi 4 hervorragend: Der 1,2GHz Quadcore-Chip mit vier ARM Cortex-A52-Kernen des Raspberry Pi 3 wurde durch einen 1,5GHz Quadcore-Prozessor mit 64bit-Architektur und vier Cortex-A72-Kernen ersetzt. Das soll im besten Fall zu 3x mehr Leistung führen.

Neu ist ebenso, dass die Raspberry Foundation quasi drei Modelle anbietet: Die günstigste Fassung mit 1GB RAM, das Mittelklasse-Modell mit 2GB RAM und der Top-Raspi mit 4GB LPDDR4 SDRAM. Gigabit Ethernet, Dualband 802.11ac WLAN, Bluetooth 5.0, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, Dual-Monitor-Unterstützung bis 4K-Auflösung, VideoCore VI-Grafikeinheit mit OpenGL ES 3.x-Unterstützung und 4K60p-Hardware-Decoding machen den Raspberry Pi 4 zu einem potenten Rechner auf kleinstem Raum. Hier könnt ihr mit sehr viel mehr Performance zum Beispiel für Emulatoren rechnen.

Mehr Kosten mit dem Raspberry Pi 4

Was etwas bedauerlich, aber auch nachvollziehbar ist: Zwar beginnt der Raspberry Pi 4 mit 1GB RAM bei gewohnten 35 US-Dollar, doch möchtet ihr eine bessere Variante, zahlt ihr schon 45 US-Dollar (2GB) bzw. 55 US-Dollar (4GB). Doch nicht nur das: Das Standard-Case ändert sich geringfügig, da an der Seite ergänzende Anschlüsse für micro-HDMI und USB-Type-C vorhanden sind. Somit ist ggf. eine Neuanschaffung nötig, manch Raspberry-Pi-3-Gehäuse von Drittherstellern sind auf den Raspberry Pi 4 also nicht vorbereitet.

Zudem gibt’s ein neues Netzteil, das über den USB-Type-C-Port angeschlossen wird. Zwar könnt ihr das alte vom Raspi 3 noch mittels eines günstigen Adapters verwenden, doch profitiert ihr dann nicht von konstant bis zu 1,2A, die so übertragen werden können. Oder anders gesagt: Braucht ihr die bestmögliche „Power“, benötigt ihr ein neues Netzteil.

Hohe Nachfrage

Vielerorts ist der Raspberry Pi 4 mit 4GB RAM bereits ausverkauft. Wenn ein Händler diesen noch anbietet, ist er zu teils unverhältnismäßig hohen Preisen oder in Form von Bundles mit Maus, Tastatur, Kabel und Speicherkarte erhältlich. Mein Tipp: Geduldet euch noch einige Wochen, dann normalisiert sich die Situation wieder.

Ein vermutlich lohnenswertes Update. (Foto: Raspberry Pi Foundation)
Ein vermutlich lohnenswertes Update. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Nebenbei erwähnt: Laut offizieller Webseite ist für den Raspberry Pi 4 bereits die neueste Raspbian-Version erhältlich, die allerlei Vorzüge besitzt sowie vor allem die Grafikleistung deutlich anhebt.

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Raspberry Pi 4: Mehr Leistung, aber auch teurer
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Euer alter Raspberry Pi macht bei anspruchsvollen Anwendungen langsam schlapp? Der Raspberry Pi 4 bietet nun vor allem sehr viel mehr Arbeitsspeicher. Und nicht nur das.
Sven Wernicke
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