Raspberry Pi Zero

Der Raspberry Pi Zero wird vieles verändern. Denn mit seinem Preis von 5 US-Dollar ist er auch für diejenigen erschwinglich, die sonst nicht allzu viele Gedanken an DIY verschwenden.

Mal ehrlich: Für 5 US-Dollar kann man doch mal so einen Raspberry Pi Zero mitnehmen und gucken, wozu der so in der Lage ist, oder? Und genau hier sehe ich beim neuesten Modell der Raspberry Pi-Reihe eine große Chance. Für diesen Kampfpreis erhaltet tatsächlich einen vollwertigen Komplett-Rechner auf Linux-Basis. Genauer kommt das Raspbian-Betriebssystem zum Einsatz, für das bereits zahlreiche Anwendungen wie Emulatoren oder hilfreiche Tools (Mediaplayer etc.) erhältlich sind. Mit dem 1GHz schnellen ARM11-Prozessor (Broadcom BCM2835) und 512MB RAM ist er sogar 40 Prozent schneller als der Raspberry Pi der ersten Generation. Für 8- und 16bit-Retrokonsolen-Emulationen dürfte das locker genügen.

Sehr klein. Also wirklich klein. (Foto: Raspberry Pi)
Sehr klein. Also wirklich klein. (Foto: Raspberry Pi)

Wirklich winzig

Interessant ebenfalls: Die Platine ist nur 65mm x 30mm x 5mm klein, der Rechner sollte also problemlos in eine Zigarettenschachtel passen. Sockel für Mini-HDMI (1080p, 60 Bilder pro Sekunde) und zwei USB-Ports gibt’s dazu, Energie erhält der Raspberry Pi Zero über ein reguläres USB-Netzteil. Auf der microSD-Karte, die ihr in den entsprechenden Slot steckt, befinden sich Betriebssystem, Programme und Medien – was ihr eben verwenden wollt. Hilfreich für Bastler: Der 40-Pin-GPIO-Port von den großen Raspberry Pis fehlt nicht.

Was mich schon sehr erstaunt, das ist die Tatsache, dass die Verantwortlichen der 40. Ausgabe der britischen Zeitschrift MagPi einen solchen Zero beiliegen – als wäre es nur ein Gimmick. Dabei reden wir hier über einen Computer, der eben mit einfachen Mitteln zum Einsteiger-PC, zu einem Rechner für Entwicklungsländer oder eben für den privaten Haushalt zur nostalgischen Mini-Spielkonsole, zum Streamingplayer, zur eigenen Cloud oder zum Server für die private Webseite wird. Sicherlich könnten CPU und RAM schnell an ihre Grenzen stoßen, doch gerade für Neulinge und DIY-Interessierte sowie Hobby-Programmierer und Tüftler dürften 5 US-Dollar echt nicht schmerzen. Einzig die Gefahr, dass ein solcher Kleincomputer zum Wegwerf-Artikel wird, empfinde ich als weniger schön.

Kabel kosten extra. (Foto: Raspberry Pi)
Kabel kosten extra. (Foto: Raspberry Pi)

Geht davon aus, dass der Raspberry Pi Zero in den ersten Tagen nach Verkaufsstart deutlich teurer sein wird, da die Nachfrage groß ist. Wartet ggf. noch etwas, dann dürfte der Rechner auch hierzulande seine 5 Euro kosten. Zubehör wie Kabel-Adapter und dergleichen werden ggf. noch nötig.

Weitere Details – direkt im offiziellen Blog.

19 Kommentare
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  9. […] finde: Für den niedrigen Preis erhielt er offenbar alle nötigen Teile. Das Herz ist ein Raspberry Pi Zero, der zwar vielerorts ausverkauft ist, aber unter anderem bei Ebay auch hierzulande für (etwas […]

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