RC Eye One Xtreme

Fun mit der Flugdrohne? Der Praxistest (oder etwas in der Art)!

3. August 2014 • 10:36 Uhr

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Eine jungfräuliche RC Eye One Extreme (Foto: Conrad Electronics)

“Bock? Quadrocopter für 6 Wochen mit zwei Kameras!”

Als mir Chef-Kollege Sven vor einigen Wochen eine SMS mit diesem Inhalt zukommen ließ, war ich nicht wirklich darauf vorbereitet, was mich für ein völlig schräges, irgendwie unglaubwürdiges, aber dadurch auch schon wieder traurig-komödiantisches Drama in mehreren Akten erwarten würde. Die Kurzfassung: Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände war es mir nicht möglich, einen standardmäßigen Testbericht zu meinen Erfahrungen mit der Flugdrohne RC Eye One Xtreme zu verfassen, die uns von Conrad Electronics zusammen mit zwei Kameras netterweise zur Verfügung gestellt wurde.

 

Ihr würdet gerne die ausführliche Fassung hören? Bitteschön…

Tag 0

Sven will von mir wissen, ob ich gerne einen Quadrocopter testen möchte. Aber klar! Schließlich habe ich erst kürzlich den Bionic Bird Avitron 2.0 in die Luft gehen lassen und bin dadurch quasi eh schon der Luftfahrt-Experte von GamingGadgets. Also habe ich ihm natürlich eine Zusage erteilt.

Wenige Tage später

Hurra, das Päckchen von Sven bzw. Conrad Electronics ist angekommen. In ihm befindet sich die Flugdrohne RC Eye One Xtreme, die laut dem PR-Blättchen des Herstellers sowohl für Modellflug-Einsteiger als auch für Profiflieger geeignet ist. Sogar Kunstflug soll damit möglich sein. Na, wir wollen es mal nicht übertreiben (zumindest nicht bei den ersten eins, zwei Mal).

Mit im Paket sind außerdem zwei Kameras: Die Socam UltiMate 10001SC und die RC-Logger 1.0, die sich beide an der Drohne befestigen lassen, um schöne Flugaufnahmen machen zu können. Wieso denn gleich zwei Kameras? Ach egal, dann werde ich die halt nacheinander ausprobieren. Auch kein größerer Aufwand.

Zwei Wochen später

Verdammt, eine Kehlkopf-Entzündung zwingt mich seit etlichen Tagen dazu, innerhalb der heimischen vier Wände zu verweilen. Wie soll ich denn so den Quadrocopter testen? Ich muss gesund werden! Wo ist die Packung mit den Antibiotika?!

Etwa drei bis vier Tage danach

Wieso dauert diese blöde Entzündung so lange? Ich habe keine Geduld mehr! Hm, ich könnte die Drohne doch schon einmal in der Wohnung ausprobieren. Nur mal schauen, ob sie überhaupt funktioniert. Gesagt, getan.

Die RC Eye One Xtreme wird bereits komplett zusammengebaut ausgeliefert, weswegen es für mich nicht viel mehr zu tun gibt, als den beiliegenden Akku aufzuladen und die Fernbedienung mit den dafür vorgesehenen Batterien zu bestücken.

Während der Akku lädt, könnte ich mich schon einmal mit der Bedienungsanleitung befassen. Ob ich das überhaupt nötig habe? Ach, es gibt ja gerade eh nichts anderes zu tun. Schnell bin ich damit fertig, da die beiliegende Info-Broschüre nur wenige Seiten umfasst und kaum nützliche Infos enthält. Immerhin weiß ich nun, dass der Quadrocopter drei verschiedene Flugmodi (Beginner, Sport, Expert) bietet. Vernünftig wie ich bin, entscheide ich mich, zunächst ausschließlich den Beginner-Modus einzusetzen.

Rund drei Stunden später

Endlich sind die LEDs des Ladegeräts erloschen. Los geht’s. Ich bringe den Akku an der Unterseite der RC Eye One Xtreme an, woraufhin die Lämpchen der Flugdrohne zu blinken beginnen. Anschließend folgt der Griff zur Fernbedienung und die Frage, wie ich das Fluggerät überhaupt starte. Es gibt keinen Knopf dafür?! Wieso steht dazu nichts in den Anweisungen? Weil die ausführliche Bedienungsanleitung ausschließlich im Netz heruntergeladen werden kann. Diese umfasst 64 Seiten und ist in meinem Augen relativ unübersichtlich erstellt. Der mittlere Teil beschäftigt sich mit der Nutzung eigener Fernbedienungen. Und alle für Erstflieger notwendigen Infos sind teils davor, teils danach in einer nicht ganz nachvollziehbaren Reihenfolge aufgeführt. Eine logische Schritt für Schritt-Beschreibung, ein ausführlicherer FAQ-Teil sowie ein Stichwort-Verzeichnis wären sinnvoller gewesen.

Aber was soll’s. Als Technik-Fan und Bionic Bird-Beherrscher wird mir sicherlich auch ein kurzer Blick in die Anleitung genügen.

Rund zwei Stunden später

Der Jungfernflug ist leider nicht so ganz glatt verlaufen. Nachdem ich herausgefunden habe, mit welcher Stick-Bewegung die Flugdrohne aktiviert wird, möchte ich sie eigentlich nur einmal ein paar Zentimeter aufsteigen lassen. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet (und leider auch überlesen), dass der Quadrocopter erst ab einer Höhe von 50 cm stabil in der Luft schwebt. Ich versuche stattdessen, ihn in nur in ganz geringer Höhe zu kontrollieren, woraufhin er erst gegen ein Tisch- und dann ein Stuhlbein rauscht und einer der vier Propeller abbricht. Na toll!

Glücklicherweise liegen dem Päckchen Ersatzteile bei. Schnell habe ich den defekten Propeller ausgetauscht und den Entschluss gefasst, weitere Versuche nur noch unter freiem Himmel stattfinden zu lassen.

Eine Woche später

Regen, Regen und im Zweifelsfall auch noch Niederschlag! Was ist das denn für ein Frühsommer! Ich muss langsam mal mit der Drohne in die Gänge kommen. Von den sechs Wochen sind bereits vier vorbei!

Eine Woche später

Na endlich! Petrus, Frau Holle und andere zuständige Wettermacher haben tatsächlich ein Einsehen. Die Sonne scheint! Ab in den Englischen Garten, dem großen Münchner Stadtpark, der genügend Freifläche für Flugversuche bieten sollte. Dort habe ich schon den Bionic Bird und einen Solar-Zeppelin gen Himmel steigen lassen sowie dabei (fast) nur gute Erfahrungen gemacht. Ich suche mir also die gewohnt ruhige Ecke und werde dort mit dem Problem konfrontiert, dass dieser Bereich nicht gemäht wird und das Gras dank des wachstumsfördernden Regenwetters weit über meine Knie hochgewuchert ist. Keine Chance, hier die Drohne abzustellen und starten zu lassen. Bleib ich eben auf dem geteerten Weg.

Auf, auf und davon! Vorsichtig wie ich bin, wähle ich den Beginner-Modus. Die Drohne steigt erstmals mehrere Meter in die Luft und driftet mir davon. Verdammt! Mich erfasst ein gewisses Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit, da meine eher unkoordinierten Bewegungen der beiden Steuerungshebel ganz offensichtlich nur sehr wenig Einfluss auf das Flugverhalten der Drohne nehmen. Ich nehme das Gas weg und die Drohne landet im tiefsten Gras. Toll! Trabe ich mit meinen Sandalen eben da durch. Wahrscheinlich fange ich mir gleich eine Zecke ein!

Ohne blutsaugenden Parasiten, dafür aber auch mit deutlich weniger Zuversicht mache ich mich kurze Zeit später auf den Heimweg. Ein zweiter Flugversuch verlief ebenso unkontrolliert, allerdings mit dem Unterschied, dass der Quadrocopter dieses Mal in einem Baum landete. In einem kleinen Wäldchen finde ich einen Stock mit ausreichender Länge, um das Fluggerät aus seiner misslichen Lage zu befreien. Schön, dass mir herumschlendernde Passanten dabei zusehen! Immerhin stelle ich erleichtert fest, dass weder die Propeller, noch sonstige Bestandteile Schaden erlitten haben. Doch was mache ich nur falsch? Vermutlich sollte ich nochmals in die Bedienungsanleitung schauen, doch die habe ich mir natürlich nicht ausgedruckt und somit gerade nicht zur Hand.

Wenige Tage später

Ein erneuter Wetterwechsel sowie anderweitige berufliche und private Termine sorgen dafür, dass ich mich nicht weiter mit der RC Eye One Xtreme beschäftigen kann. Und jetzt sind die sechs Wochen fast schon rum! Verdammt! Sven, ich brauche mehr Zeit!

Der sieht dies zu meinem Glück sofort ein und teilt Conrad Electronics mit, dass die Testphase noch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nimmt. Puh, welch Erleichterung! Dafür klotze ich jetzt aber auch wirklich ran. Beziehungsweise, sobald das Wetter besser ist und mein Stress ein wenig nachlässt….

Etwa eine Woche später

Es ist Sonntag! Dies ist für meine heutige Unternehmung entscheidend, da ich mir dieses Mal einen großen Parkplatz eines Münchner Verbrauchermarktes ausgesucht habe. Ich musste nämlich bei meiner Suche nach geeigneten Flugplätzen feststellen, dass die in einer Stadt wie München kaum bis gar nicht vorhanden sind.

Genügend Platz für ungestörte Flüge!
Genügend Platz für ungestörte Flüge!

Zumindest bin ich inzwischen fit darin, den Gyro-Sensor der Drohne oder die Einstellungen der Fernbedienung zurückzusetzen. Dazu habe ich gelernt, die Trim-Tasten zu nutzen, mit denen sich unsymmetrische Einstellungen ausgleichen lassen. Sprich, ich bin vorbereitet! Hoffentlich auch auf die Windböen, die teilweise recht heftig über den leeren, größtenteils baumfreien Parkplatz fegen.

Die Drohne steigt, der Wind nimmt zu und ich habe wieder einmal das Gefühl, dass mir die Kontrolle verloren geht. So sehr ich auch den Steuerhebel für die Querruder der Drohne nach links oder rechts bewege, so wenig Einfluss scheint dies auf das Fluggerät rund 15 Meter über mir zu haben. Immer weiter fliegt sie davon und mir bleibt nichts anderes übrig, als sie abrupt in den Sinkflug zu versetzen. Wo ist sie denn nun gelandet? Glücklicherweise ist sie auf einem offenen Gelände gegenüber des Parkplatzes niedergesunken.

Was mache ich denn bloß falsch? Ich nutze doch eh nur den Beginner-Modus…

Exakt eine Woche später

… was genau der entscheidende Fehler war! Auf Seite 45 der Bedienungsanleitung entdecke ich den Hinweis “Der Beginner-Modus ist NICHT ZUM FLIEGEN IM FREIEN bei leichtem oder mildem Wind geeignet, da Motorleistung und Agilität erheblich vermindert sind.” Mein Gott! Also schalte ich bei meinem heutigen Versuch auf dem Parkplatz in den Sport-Modus und siehe da: Das Ding kann sich richtig in die Kurven legen. Um 07:00 Uhr morgens lasse ich die Drohne eine wunderbare halbe Stunde lang fliegen, kreisen und drehen, dass es eine wahre Freude ist. Schade, dass weder meine Kamera-Frau (schläft noch) dabei ist, noch ich die von Conrad Electronics mitgelieferten OnBoard-Kameras dabei habe.

Egal. Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen!

Einen Tag später

Ich will jetzt meine Flugaufnahmen haben! Zu diesem Zweck habe ich gestern noch die mitgelieferte Halterung für die Socam UltiMate 10001SC-Kamera an der Drohne befestigt und bin bereits um 05:30 Uhr (ja ich bin Frühaufsteher) aus dem Haus. Mit etwas Glück habe ich meine Aufnahmen noch vor Arbeitsbeginn im Kasten!

Mein Ziel ist dieses Mal ein Sportplatz in der Nähe des Münchner Olympiageländes. Er sollte mir genügend Platz für eine ungestörte Flug-Session bieten. Dummerweise habe ich nicht damit gerechnet, dass der Sportverein etwas dagegen haben könnte, dass ich seinen Grund und Boden nutze. Ein Warnschild und ein verschlossenes Tor verwehren mir den Zutritt. Im Gegensatz zu den Horden von Kaninchen, die hier unterwegs sind, gehorche ich dem Verbot. Ein wenig wehmütig sehe ich den anarchistischen Hopplern hinterher und beneide sie um ihre Unbekümmertheit. Sie gehen hin, wohin sie wollen. Doch wo findet man als Großstädter eine große, unbenutzte Fläche, die sich problemlos für Drohnenflüge eignet? Vielleicht fällt mir im Büro eine passende Örtlichkeit ein.

Sechs Tage später

So sehr ich auch grübelte, mir ist nichts eingefallen. Also stehe ich erneut (und auch wieder alleine) frühmorgens auf dem Parkplatz des Verbrauchermarkts. Heute werde ich meine Luftaufnahmen mit der Socam UltiMate 10001SC-Kamera machen. Mit ein paar Probeflügen mache ich mich und meinen flugfähigen Begleiter warm, danach befestige ich die Kamera an dessen Unterseite. Schon beim Start merke ich, dass das zusätzliche Gewicht die Drohne schwerer in die Gänge kommen lässt. Trotzdem erreicht sie letztendlich problemlos eine Höhe von geschätzten 10 – 15 Metern.

Ich versuche, die Drohne mithilfe der Schwebe-Taste weder steigen noch sinken zu lassen, doch dies klappt nicht. Vielleicht ist die zusätzlichen Last daran schuld? Sie sinkt immer schneller ab. Ich gebe Vollgas, doch es passiert nichts. Ich kann sie nicht mehr abfangen. Hart, aber immerhin auf ihren Standbeinen, kracht sie auf den Asphalt. Der RC Eye One Xtreme hat dies keinen Schaden zugefügt, wohl aber der Kamera.

Die Standbeine der Drohne wurden bei der Landung anscheinend soweit seitlich weggedrückt, dass auch die Kamera Bodenkontakt hatte. Die Spuren am Gehäuse lassen keinen anderen Schluss zu. Ich versuche sie an- und auszuschalten, doch nichts geht mir. Sch…e!! Hoffentlich ist wenigstens die Aufnahme etwas geworden…

Kaum eine Stunde später

… was logischerweise nicht der Fall ist! Die von mir selbst gestellte MicroSD-Karte wird von meinem PC überhaupt nicht mehr erkannt. Warum, ist mir nicht klar. Dafür aber, dass ich noch immer keine Luftaufnahmen, dafür aber eine defekte Kamera habe. Oh Mann….

Sechs Tage später

Mein schlechtes Gewissen ist inzwischen unendlich groß. Die RC Eye One Xtreme ist bereits seit einer gefühlten Ewigkeit in meinem Besitz und ich kann im Grunde überhaupt nichts vorweisen. Außer einer kaputten Cam natürlich. Es muss etwas passieren! Schnellstmöglich! Schließlich sind schon wieder viele Tage ins Land gegangen und ich kann nur teilweise Wind, Wetter und terminliche Verpflichtungen als Hinderungsgrund angeben.

So wäre der Blick einer OnBoard-Kamera
So wäre der Blick einer OnBoard-Kamera

Denn wenn ich ehrlich bin: Ich habe inzwischen ein verdammt schlechtes Gefühl, was die ganze Aktion betrifft und würde am liebsten das ganze Equipment zurückgeben. Mein Pflichtgefühl lässt dies aber nicht zu. Also habe ich mich mit der zweiten Kamera beschäftigt, sie mit einer weiteren SD-Karte bestückt und letztendlich an der Drohne befestigt.

Einen Tag später

Und was soll ich sagen: Es folgt eine weitere Session, bei der alles klappt. Der Parkplatz ist menschenleer, kein Windhauch stört den Flug und ich mache mehrere Aufnahmen mit der RC-Logger 1.0, von denen ich überzeugt bin, dass sie mir sehr gut gelungen sind.

An diesem Tag komme ich leider nicht mehr dazu, sie mir anzusehen. Und da ich in den nächsten Tagen durchwegs an einem anderem Ort verbringe, bleiben die Aufnahmen auch bis zum nächsten Wochenende ungesehen.

Sieben Tage später

Das Finale steht an! Ein letztes Mal fahre ich zu dem Parkplatz, um noch einmal Aufnahmen zu machen. Zu diesem Zweck ist auch wieder meine Kamera-Frau dabei, die die Action von außen aufnehmen soll. Ich bin froh, dass ich die Sache nun endlich zum Abschluss bringe.

Es ist früher Nachmittag und der bisher strahlende Sonnenschein wird durch erste auftretende Wolkenfelder getrübt. Gegen Abend ist Starkregen angesagt, bis dahin muss die Sache gelaufen sein. Schon jetzt kommt immer stärker Wind auf. Ich ahne nichts Gutes, spreche es aber nicht aus, um nichts heraufzubeschwören.

Die ersten beiden Flüge verlaufen gut und meine Zuversicht wächst wieder. Zeit für die Kamera. Kaum ist sie angebracht, jage ich die RC Eye One Xtreme wieder nach oben. Ich drehe den Quadrocopter ein paar Mal um seine Achse, um so eine schöne Rundum-Aufnahme zu erhalten. Ein Fehler! Ich verliere den Überblick, wo bei der Drohne vorne und hinten ist und lenke sie weiter weg anstatt zu mir hin. Ich schlage genau die entgegengesetzte Richtung ein, doch sie kämpft gerade mit starken Böen, denen sie nur bedingt etwas entgegensetzen kann.

Damit sie nicht noch weiter in die Höhe steigt, drücke ich auf die Schwebe-Taste und richte dazu (wie in der Anleitung beschrieben) den Steuerhebel mittig aus. Doch es passiert dasselbe wie bei meinem Unfall mit der ersten Kamera. Die Drohne sinkt und reagiert auch auf keinerlei Anweisungen mehr. Ich vermag nicht zu beurteilen, ob es an mir, dem Schwebe-Modus oder der inzwischen großen Entfernung (geschätzt vermutlich 200 Meter) liegt. Auf alle Fälle verschwindet sie im Sinkflug hinter einer Gruppe von Bäumen und somit aus meinem Sichtfeld. Es soll das letzte Mal gewesen sein, dass ich sie sehe.

Fünf Stunden später

Ich bin völlig niedergeschlagen. Ich habe in den vergangenen Stunden bei Wind und Starkregen den Parkplatz, die dahinterliegenden Bäume und Büsche sowie den Parkplatz des nachfolgenden Verbrauchermarktes abgesucht. Ich habe Sträucher voller Müll durchkämmt, jede einzelne Baumkrone genauestens begutachtet und an unzähligen Baumstämmen geschüttelt. Meine Frau hilft mir dabei, doch auch vier Augen können die Drohne nicht finden. Ob sie auf dem Flachdach des Marktes gelandet ist?

Zwei Tage später

Ich habe die letzten beiden Nächte nicht wirklich gut geschlafen. Ich frage mich, ob ich genügend gesucht habe, wie ich es Sven erklären soll und wie wohl Conrad Electronics darauf reagieren wird.

In einem letzten verzweifelten Versuch habe ich am Montag nochmals die Parkplätze abgesucht und mich anschließend an die Hausverwaltung des Marktes gewandt, auf dessen Dach der Quadrocopter möglicherweise abgestürzt ist. Dank meiner hartnäckigen Fragerei und Bettelei erhalte ich die Zusage, dass einer der Hausmeister bis zum nächsten Tag auf dem Dach nachschauen wird. Als ich am Dienstag telefonisch nachfrage, kommt aber das endgültige Aus: Auf dem Dach war nichts zu finden!

Das Ende der Geschichte

Mir ist es bis heute ein Rätsel, wo die RC Eye One Xtreme abgeblieben ist. Ich kann nur vermuten, dass sie entweder außerhalb jeglicher Blickwinkel noch in irgendeinem Baum hängt oder dass sie jemand anders inzwischen gefunden hat. Vielleicht fiel die Drohne beispielsweise in der Zeit von Sonntagnacht auf Montagmorgen herunter und wurde von unehrlichem Gesindel eingesteckt. Vielleicht war auch gar kein Hausmeister auf dem Dach? Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Tatsache ist, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als mich damit abzufinden und mich bei Sven und vor allem bei Conrad Electronics für den Verlust zu entschuldigen.

Ob die Drohne noch irgendwo hier ist?
Ob die Drohne noch irgendwo hier ist?

Sollte mich jemand an dieser Stelle nach einem Fazit fragen, dann kann ich nur sagen: Der RC Eye One Xtreme ist mit Sicherheit ein sehr leistungsfähiger Quadrocopter, der auch Anfängern viel Spaß bereiten kann, wenn sich diese genügend Zeit nehmen, sich mit der Bedienungsanleitung und der Nutzung der Fernbedienung auseinanderzusetzen. Im normalen Flug hatte ich im Großen und Ganzen kaum Probleme, wohl aber mit den Kameras an Bord. Ich kann nur vermuten, dass das zusätzliche Gewicht für meine beiden schweren Abstürze und den unglücklichen Verlust der Drohne Mitschuld tragen. Ungünstige Windverhältnisse, zu wenig Praxiserfahrung meinerseits und allgemein schlechtes Karma trugen vermutlich auch ihr Scherflein bei…

Und noch eine Lehre habe ich daraus gezogen: Nein Sven, ich werde keine Fluggeräte mehr testen! Aber ich denke, du hast auch nicht vorgehabt, mir noch einmal welche zur Verfügung zu stellen…

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Ein Kommentar

  1. Mani Maier am

    Hi.
    Du könntest dir nen Quadrokopter mit Cam zulegen und damit über das Dach kreisen
    wo deine RC Extreme liegen könnte und sie dadurch finden. :-))
    Wennst wieder so ein Teil hast fahre an den Stadtrand von München.
    Am besten nach Johanneskirchen. Da kannst cool fliegen.
    Gruß Mani

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