Sieht so das iGaming der Zukunft aus?

Abonnements liegen voll im Trend. Ob für Filme und Serien, die Tageszeitung oder gar Autos – es gibt fast nichts, das nicht per monatlichem Mietpreis verfügbar wäre. Selbst in der Gaming-Welt hat sich Google mit seinem Projekt Stadia in die Abo-Welt hineingekämpft, wartet damit allerdings noch auf den allzu großen Erfolg. Grund genug einmal auf eines der größten Spezialgebiete der Spielewelt zu schauen: die Glücksspielindustrie. Kann auch sie von einem Abo-Modell Gebrauch machen?

Der Status quo lässt Raum nach oben

Die Lage der Dinge ist durchaus vielversprechend für alle Unternehmen, die an der iGaming-Industrie beteiligt sind. Mit stetig steigenden Spielerzahlen in den Online Casinos dieser Welt ist die wichtigste Kennzahl eine positive. Da auch die Anzahl der Entwicklerstudios, Glücksspielanbieter und veröffentlichter Games konstant steigt, zeigen sich alle Seiten zufrieden. Vor allem thematisch erhält der Kunde bei fast allen Anbietern eine riesige Auswahl. Ob das alte Ägypten, von moderner Musik inspiriert oder auf einer Safari – alles ist in diversen Ausführungen spielbar. 

Besondere Anreize bietet derweil der Casino Willkommensbonus, den die meisten Anbieter für die Registrierung beziehungsweise erste Einzahlung gewähren. Die Besonderheit ist, dass der Bonus in vielen verschiedenen Varianten verfügbar ist. Möglich sind die erwähnten Einzahlungsboni, doch bei vielen gibt es ebenfalls Neukundenboni ohne Einzahlung in Form von Freispielen. Entscheidend ist bei all diesen Angeboten jedoch nicht nur die Höhe, sondern ebenfalls die möglicherweise vorhandenen Umsatzbedingungen.

Im Normalfall muss der Spieler Geldsummen einzahlen, um im Casino zu spielen. Ohne diesen finanziellen Einsatz ist es auf Sicht unmöglich, zu spielen. Das Problem für den Kunden ist hierbei, dass er oft nur schwer vorhersagen kann, wann das nächste Mal eine Einzahlung nötig ist. Eine großartige Planbarkeit des eigenen Spiels ist damit nicht immer möglich. Hier wäre ein Punkt, an dem ein Abonnement zum Glücksspiel ansetzen könnte. 

Wie könnte ein Abo-Modell funktionieren?

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Ein monatlicher Betrag könnte individuell festgelegt werden. Ob 10 Euro oder 100 Euro im Monat, der Spieler selbst weiß am besten, was er ausgeben kann und möchte. Für diesen Betrag würde er dann festgelegte Leistungen erhalten, etwa X Spins für alle Slots auf der Website. Dies würde zugleich vereinfachen, dass alle Spielautomaten online bisher mit unterschiedlichen Mindest- und Maximal-Limits ausgestattet sind. Selbst das gewollte Risiko könnte in einem Abo direkt festgelegt werden, sodass der Spieler etwa nur Spins zu je 10 Cent kauft. 

Denkbar wäre zudem, neue Spieler mit exklusiven Angeboten oder Spielen anzulocken, die nur oder zuerst ausschließlich im Abo-Modell verfügbar sind. Dies könnte ein noch stärkerer Anreiz für viele Menschen sein, ein solches Abo abzuschließen. Die größere Planbarkeit wäre für beide Seiten ein großer Vorteil: Kunden als auch Anbieter. Dazu könnten erstere ihr Abo monatlich kündigen, vergleichbar etwa mit Amazon Prime oder Netflix. Auch dies ist ein gewichtiges Argument für mögliche Neukunden.

Bis es in Zukunft wirklich zu einem Glücksspiel-Abo kommen kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Zudem bedarf es eines mutigen Anbieters, der den Schritt als Erstes wählt. Angenommen würde er wohl mit Sicherheit, wie diverse andere Konzepte aus dem World Wide Web zeigen. 

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