Sony SmartWig

Dass der Trend immer weiter in die Richtung geht, Technik mit Hilfsmitteln des täglichen Lebens zu kombinieren, sehen wir beispielsweise anhand der steigenden Anzahl von Smartwatches oder Datenbrillen. Trotzdem klingt die neue Idee von Sony doch etwas kurios: Frei nach dem Motto “It’s not a trick, it’s a wig” (wig = engl. für Perücke) hat der japanische Konzern beim US Patent & Trademark Office ein Patent für Zweitfrisuren mit allerlei Technik “unter der Haube” eingereicht.

Kommt die Hightech-Perücke tatsächlich irgendwann? (Foto: Gizmodo.de)
Kommt die Hightech-Perücke tatsächlich irgendwann? (Foto: Gizmodo.de)

Bei der auf den schönen Namen SmartWig  getauften Idee soll es sich um einen tragbarer Rechner handeln, “welcher unter einer Perücke versteckt ist und zumindest Teile des Kopfes der User bedecken soll.” Dadurch ergeben sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Angedacht ist etwa ein Vibrationsgefühl am Kopf, wenn auf dem mit dem SmartWig verbundenen Smartphone ein Anruf oder eine Nachricht eingeht. Verfügt die Perücke über mehrere Vibrationspunkte, lässt sich dies auch in Verbindung mit einem GPS-Signal zur Navigation durch unbekannte Gebiete nutzen. Sprich, wenn es über dem linken Ohr vibriert, dann sollte man in diese Richtung abbiegen.

Weiterhin hat man sich bei Sony gedacht, dass sich das Hightech-Zweithaar zusätzlich mit Kameras, Laserpointern, Annäherungssensoren etc. ausstatten lässt. Den Ideen sind also im Grunde keine Grenzen gesetzt. Meine Vorschlag: Die Perückenträger können sich via Bluetooth-Signal untereinander erkennen – und gleich gemeinsam eine Selbsthilfegruppe gründen. Via App zum Bespiel.

Ob es die SmartWig tatsächlich irgendwann einmal bis zur Marktreife schafft? Ganz ehrlich: Als Vollhaar-Träger ohne Geheimratsecken und/oder Hinterkopf-Tonsur fühle ich mich jetzt schon irgendwie diskriminiert…

 

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