Spielen mit Bitcoin geht nicht nur im Casino ohne Lizenz

Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin ist seit einigen Wochen wieder in aller Munde. Der Kurs geht durch die Decke und ist in schwindelerregende Höhen gestiegen. Mitte April erreichte der Bitcoin einen Höchststand von über 64.000 Dollar.

Der pure Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass er im Jahr 2010 mit gerade einmal 0,08 Cent wert war. Nicht nur als Spekulationsobjekt, sondern auch als Zahlungsmethode wird der Bitcoin immer beliebter. Immer mehr Unternehmen akzeptieren Zahlungen mit Kryptowährungen – auch im Bereich der Online-Glücksspiele.

Kryptowährung im Casino ohne Lizenz

Online Casinos haben sich schon immer gerne mit neuen technischen Möglichkeiten befasst und diese genutzt. Das war auch bei Kryptowährungen der Fall. Viele Anbieter bieten diese als Zahlungsmöglichkeit an.

Gamer mussten sich dabei in der Vergangenheit oft die Frage nach der Seriosität solcher Anbieter stellen. Viele waren oder sind der Meinung, dass sie nur im Casino ohne Lizenz mit Bitcoin & Co zahlen können.

MGA erlaubt Kryptowährungen

Doch das ist seit 2018 nicht mehr der Fall. Vor rund drei Jahren entschied die Malta Gaming Authority (MGA), die Lizenzen für zahlreiche der bekanntesten Online-Casinos in Europa nach EU-Recht vergeben hat, ihren Lizenznehmern offiziell den Gebrauch von Bitcoin und anderen ausgewählten Kryptowährungen zu erlauben. Die Zahlungsart bietet dabei den Vorteil der Sicherheit und der Anonymität.

Krypto-Fans können mit Bitcoin & Co bei einigen Casinos aber nicht nur einzahlen. Verschiedene Online Spielbanken rechnen die Kryptowährung bei der Einzahlung in Dollar, Euro oder andere Währungen um.

Spielen in Kryptowährungen

Andere dagegen bieten die Möglichkeit, mit Kryptowährungen in Slot Games oder Tischspielen wie Black Jack, Baccarat oder Roulette zu spielen. Ob dies für Währungsspekulanten und Gamer allerdings angesichts des immer noch – wenn auch auf sehr hohem Niveau – schwankenden Kurses generell eine gute Idee ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Hintergrund: Casinos ohne Lizenz

Viele der Online-Glücksspielanbieter werben mit einer Glücksspiel-Lizenz. In der EU werden diese in aller Regel in Malta oder in Gibraltar ausgestellt. Die Malta Gaming Authority bestätigt mit der Lizenzerteilung, dass Spieler vor Betrug geschützt sind. 

Die Lizenz besagt außerdem, dass das Angebot ständig durch unabhängige Dritte kontrolliert und überwacht wird. Die MGA führt Wirtschaftsprüfungen durch, um sicherzustellen, dass Ein- und Auszahlungen in Einklang mit den rechtlichen Standards bearbeitet werden.   

Bei Casinos ohne Lizenz besteht die Gefahr, dass der Anbieter unseriös ist, auch wenn dies nicht unbedingt der Fall sein muss. Zu erkennen sind unseriöse Gambling-Seiten oftmals daran, dass es keine Möglichkeit zum Selbstausschluss gibt, es keine Einzahlungslimits gibt, der Kundendienst nicht kontaktiert werden kann oder dass keine Spiele bekannter oder lizensierter Spieleentwickler angeboten werden. 

Einzelne Länder sperren Kryptowährungen aus

Einzelne Länder, auch innerhalb der EU, haben eigene Regeln wie sie mit Casinos ohne Lizenz aber auch mit lizensierten Casinos umgehen. Ein Glücksspielstaatsvertrag regelt den Umgang einzelner Staaten mit dem Thema Online-Glücksspiel. Diese Verträge sind oft nicht so liberal gestaltet, wie das EU-Recht. Beispielsweise können in den Glücksspielstaatsverträgen Tischspiele aus dem Angebot ausgeschlossen werden. Oft gibt es Einzahlungs- und Einsatzlimits oder den Ausschluss von Kryptowährungen als Zahlungsmethode. 

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