Spiri

Mitfinanzierer für programmierbaren Flugrobotor gesucht

13. August 2013 • 16:17 Uhr

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Spiri fliegt mit einem Linux-basierten System (Foto: Kickstarter.com)

Das Thema „Fliegen“ scheint den menschlichen Geist ständig neu zu beflügeln. Doch während die einen bereits zufrieden sind, wenn ihr Papierflugzeug eine Strecke von mehr als drei Metern hinter sich bringt, setzten sich andere deutlich höhere Ziele: So etwa eine Gruppe kanadischer Tüftler und Programmierer, die einen Flugroboter namens Spiri entwickelt haben, der dank einer Kickstarter-Kampagne auf Wunsch im nächsten Frühjahr auch bei euch zu Hause in die Luft gehen kann.

Spiri ist nicht einfach nur ein weiterer Quadcopter, welchen man mit einer Fernbedienung ein wenig im Vorgarten auf- und absteigen lässt.

Stattdessen handelt es sich um einen fliegenden Rechner, der autonom Aufgaben ausführt, die ihm sein Besitzer zuvor aufgetragen hat: Laut seinen Erfindern kann Spiri als Kurier, Höhlenforscher, Kartenzeichner, Reporter, Spielgefährte und ganz eindeutig auch als Spion eingesetzt werden.

Denn Spiri verfügt nicht nur über vier Rotoren, sondern ist auch mit mehreren Kameras, 4 GB Flash-Speicher, einem USB-Port sowie WiFi, Bluetooth und GPS ausgestattet. Gesteuert werden seine Funktionen über einen 1GHz Dual Core-Prozessor, auf dem Ubuntu Linux und das von einer eifrigen Community erstellte Open Source-Betriebssystem ROS (Robot Operating System) laufen.

Die technische Ausstattung von Spiri (Foto: Kickstarter.com)
Die technische Ausstattung von Spiri (Foto: Kickstarter.com)

Damit ist es möglich, ständig seine Position zu überwachen, ihn zielsicher zu einem bestimmten Punkt zu lotsen und ihn natürlich ebenso sicher wieder nach Hause zu bringen. Außerdem soll das offene System dafür sorgen, dass eine schnell anwachsende Siri-Gemeinschaft entsteht, die sich zum Beispiel über eine geplante Spiri Applications Platform austauscht.

Zurück in die Luft: Dank Spiri-to-Spiri-Konnektivität und Cloud-Support lassen sich mehrere der Fluggeräte so koordinieren, dass sie gemeinsam z.B. eine Karte eines großflächigen Gebiets aufzuzeichnen. Außerdem können dadurch problemlos Daten mit anderen Spiri-Nutzern getauscht werden.

Sollte der Akku von Spiri während des Flugs schwächeln, stürzt der Quadcopter nicht einfach so ab. Er kümmert sich selbstständig um sein Wohlergehen und tritt im Zweifelsfall von alleine seine Rückreise an. Natürlich kann trotzdem einmal etwas Unvorhergesehenes passieren, doch seine Außenhülle aus verstärkter Kohlefaser soll dafür sorgen, dass der erste Absturz von Spiri nicht automatisch auch sein letzter sein wird. Im Zweifelsfall können Einzelteile bei den Entwicklern nachbestellt werden.

Wer nun selbst auch solch einen Quadcopter nutzen möchte, um über die große Hecke hinweg in Nachbars Garten zu spähen, der ist ab einem Preis von 520 US-Dollar mit dabei. Sollte die Crowdfunding-Aktion in einem Monat erfolgreich zu Ende gehen und eine Summe von mindestens 125.000 US-Dollar zusammengekommen sein, soll die Auslieferung der Fluggeräte im April 2014 erfolgen.

Alle weiteren Infos zu Spiri findet ihr bei Kickstarter.com oder auch unter hellospiri.com.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 18:53 Uhr

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