Stratosphärensprung

Was war das doch für ein Hype im letzten Jahr, als der Österreicher Felix Baumgartner aus genau 38.969 Metern Höhe den Sprung in Richtung Erde wagte! Gut 50 Millionen US-Dollar wurden dafür verbraten, weltweit berichteten sämtliche Zeitungen und TV-Sender über dieses waghalsige Projekt. Und jetzt sowas: Ohne großes Budget und fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde in dieser Woche Baumgartners Rekordsprung übertroffen! Und zwar von einem kleinen Teddybär namens Babbage.

Sekunden vor dem Sprung... (Foto: Flickr.com)
Sekunden vor dem Sprung… (Foto: Flickr.com)

Losgeschickt wurde der plüschige Held von dem britischen Bastler und Programmierer Dave Akerman: Er transportierte Babbage in einem Wasserstoffballon auf eine Höhe von nahezu exakt 39.000 Metern und knackte somit die Marke von Baumgartner um wenige Meter. Um den Rekordsprung nachweisen zu können, trug Babbage den kreditkartengroßen Einplatinencomputer Raspberry Pi in seinem Bauch, der Höhe, Geschwindigkeit und Positionen des Bären aufzeichnete. Dazu befestige Akerman eine Kamera an dem Ballon und eine weitere in der Augenhöhle des heldenhaften Stofftiers. Somit dürfen auch wir die historischen Momente mitverfolgen, in denen sich der Bär in die Tiefe stürzt:

Absprung

Flug zur Erde

Interessanterweise war dies übrigens bereits Babbages zweiter Ausflug in die Stratosphäre. Beim ersten Sprungversuch wenige Tage zuvor erreicht der Ballon sogar eine Höhe von 41 Kilometern, allerdings versagte die Abwurftechnik, die den Bären in die Tiefe stoßen sollte. Inoffiziell wird aber auch gemunkelt, dass dem Bären die Nerven versagten und er sich mit Zähnen und Klauen an dem Ballon festhielt, der daraufhin wieder zur Erde zurückgeholt werden musste. Tja, wer weiß schon so genau, welche Version nun tatsächlich der Wahrheit entspricht. In jedem Fall kostete die gesamte Apparatur mitsamt Hardware und Cam keine 350 Euro – ein Schnäppchen im Gegensatz zum Red Bull-Medientrubel 2012.

Raumfahrer Babbage zurück auf der Erde (Foto: Flickr.com)
Raumfahrer Babbage zurück auf der Erde (Foto: Flickr.com)

Sei’s drum:  Letztendlich wurde der Rekord ja geknackt! Weitere Fakten und technische Details zu dem Projekt findet ihr unter daveakerman.com.

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