Sulon GVX

Headset erzeugt Holodeck vor den Augen

20. März 2014 • 8:13 Uhr

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Ein recht wuchtiges Gerät auf dem Kopf. (Foto: Engadget)

Augmented Reality trifft auf Virtual Reality? Eine Spielwelt, die sich dem eigenen Umfeld bzw. der Wohnung anpasst? Puh, wie soll das gehen? Eine Lösung hat Sulon Technologies parat!

Bereits seit geraumer Zeit arbeitet das junge Unternehmen an einer neuen Art VR-Brille namens Sulon GVX (oder auch Sulon VR genannt), die weit mehr als nur ein Oculus Rift-Konkurrent sein möchte. Vielmehr handelt es sich um eine Komplettlösung, deren Herzstück eine Android-basierte Hardware darstellt. Diese verarbeitet unter anderem die Informationen, die ein 360 Grad-Tiefensensor sammelt. Die Kamera kann innerhalb weniger Sekunden (an die 30 Sekunden) auf bis zu 10mm Genauigkeit das Umfeld scannen. Befinden sich in eurem Zimmer Stühle, Tische oder Schränke, werden diese Daten wahrgenommen und in einer fiktiven Spielwelt berücksichtigt. Sozusagen vermischt sich hier in der Tat Augmented Reality (reales Umfeld) mit Virtual Reality (vom Computer erzeugtes Szenario).

Im besten Fall entsteht das Gefühl eines Holodecks – wie ihr es eventuell aus Star Trek kennt. Genau diese Idee dürfte die größte Besonderheit des Headsets sein. Alternativ werden, wie von diversen AR-Spielen jetzt schon bekannt, zum Beispiel computergenerierte Gegner in den eigenen vier Wänden präsentiert – abhängig von dem jeweiligen Spiel. Mit einem speziellen, zweiteiligen Controller für beide Hände kontrolliert man Figuren und orientiert sich beim Spielen, Bewegungssensoren sollen mit von der Partie sein.

Wie wäre es mit einem Einblick? In einem Interview wird die Peripherie sporadisch gezeigt…

Auf der aktuell stattfindenden Game Developers Conference wird aktuell ein Prototyp präsentiert, der gegenüber früherer Varianten deutlich kleiner ausfällt. Bei diesem kommt ein Snapdragon 800-Prozessor zum Einsatz, der leistungsfähig genug für optisch ansprechende Spiele sein könnte. Dieser befeuert einen 6-Zoll großen Full-HD-Display, der das stereoskopische Bild darstellt.

Das meiner Meinung nach sehr spannende Projekt soll zwar in Form eines finalen Produkt bereits im 4. Quartal 2014 für an die 500 US-Dollar veröffentlicht werden, aber bis dahin muss noch einiges geschehen. Engadget zufolge sei der Tiefensensor noch etwas träge, die Grafik erreicht ungefähr PlayStation 2-Niveau. Und ganz wichtig: Noch reden wir hier nicht über eine schnurlose Peripherie für den Kopf, was das Erlebnis gravierend einschränken dürfte.

In Kürze soll es weitere Details auf der offiziellen Webseite geben. Bis dort was passiert könnt ihr euch ja noch diesen älteren Werbetrailer anschauen…

Letztlich stellt sich ohnehin die Frage: Wird sich das Spielvergnügen am Schluss gravierend von Oculus Rift unterscheiden?

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