Taste The TV: Der Fernseher, mit dem man Spiele schmecken kann

Hören, Sehen, Fühlen, das sind die Sinne, die wir mit dem Zocken in Verbindung bringen können. Glaubt man einem gewissen japanischen Professor, soll man Spiele mit seiner Erfindung in Zukunft auch noch schmecken können.

Was wir über den schmackhaften Fernseher bisher wissen:

Interessant ist zu aller erst einmal, wie das überhaupt funktioniert. Tatsächlich ist die Auflösung simpler als gedacht. Im besagten Fernseher (TTTV – Taste The TV) hinter dem Bildschirm, werden insgesamt 10 Behälter mit verschiedenen Aromen deponiert.

Diese Aromen können dann in Kombination die verschiedensten Geschmacksarten erzeugen. Also egal ob nun etwas Süßes wie Schokolade oder etwas Herzhaftes wie ein Rindersteak auf dem Bildschirm erscheint, diese 10 Aromen sollen in der Lage sein, wirklich jeden Geschmack nachzuahmen.

Zurecht denkt man sich jetzt: „Ist das nicht ein bisschen ekelhaft und unhygienisch, seinen Bildschirm ständig abzulecken?“ Das ist es.

Deshalb wird das gewünschte Aroma nicht direkt auf den Bildschirm aufgetragen, sondern stattdessen auf eine hygienische Filmfolie gesprüht, die über den eigentlichen Bildschirm gefahren kommt. Diese Folie kann dann ohne Bedenken abgeschleckt werden.

taste the tv bildschirm

Wofür braucht man so etwas?

Ich gebe zu, es gab schon einige Szenen in Spielen und vor allem auch in Filmen und Serien, die mir großen Appetit bereitet haben. Habt ihr Mal die Pizza gesehen, die Doug Heffernan in „King of Queens“ verspeist?

Wenn ich sehe, wie der Käse seine Fäden zieht, läuft mir sofort das Wasser im Mund zusammen. Vom Probieren des Portal-Kuchens würde ich allerdings abraten. Wer das Original-Rezept je gelesen hat, weiß auch warum.

Doch was soll mich jetzt dazu bewegen, meinen Bildschirm abzulecken? Kriege ich dann nicht noch mehr Lust auf das Essen, dass ich nicht haben kann? Löst das denn nicht eher negative Gefühle anstelle von Glücksgefühlen aus? Soviel zu meiner Meinung. Der Erfinder des Fernsehgerätes zum Ablecken sieht das jedenfalls anders.

Vor allem Social Distancing als Folge der Corona-Situation soll ihn weiter zu seiner Idee inspiriert haben. Der Fernseher mit Geschmack soll Menschen vor allem helfen, in den eigenen 4 Wänden mehr erleben zu können und dabei alle Sinne zu beanspruchen.

So soll diese Erfahrung die Menschen auch mit gegebener Distanz wieder mehr zusammen bringen, indem beispielsweise eine schicker Restaurant Besuch simuliert wird. Ich persönlich würde dann doch lieber Single bleiben, statt ein romantisches Date per Zoom Konferenz abzuhalten, während wir beide unsere Fernseher ablecken. 

Für eine fortschrittliche Idee halte ich es aber trotzdem. Mit dem Wissen und den Möglichkeiten sollte es dann auch nicht mehr weit sein, bis wir irgendwann sogar riechen können, was gerade auf dem Monitor abgebildet wird.

Ich kann mir gut vorstellen, dass solch ein technischer Fortschritt besonders interessant für die Medizin werden könnte. Mit diesen Möglichkeiten könnte man sicher tolle beruhigende Therapien für Depressionskranke oder Alzheimerpatienten erschaffen.

Wann wird der TTTV erhältlich sein?

Noch ist nicht klar, ob der TTTV überhaupt jemals für die Allgemeinheit auf den Markt kommen wird. Wenn doch, ist zumindest schon mal ein ungefährer Preis bekannt. Ca. 770 Euro würde das Gerät laut Professor Miyashita am Ende kosten. 

Ob es sich dabei um einen hohen oder niedrigen Preis handelt, ist schwer einzuschätzen. Hört sich erst einmal gar nicht so teuer an für einen Fernseher, der einen Weiteren unserer Sinne triggern kann. Es ist allerdings auch noch nicht bekannt, wie viel Zoll der Fernseher am Ende haben wird. Orientieren wir uns an den einzigen Bildern, die man zum Projekt zurzeit im Netz finden kann, scheint zumindest die jetzige Version eher nicht ihr Geld wert zu sein.

Auf den Bildern sehen wir nämlich einen Bildschirm, der nicht viel breiter oder höher als ein durchschnittliches Gesicht ist. Auch die Lage des Bildschirms ist merkwürdig. Geht man nach den Bildern, muss man nämlich die ganze Zeit nach unten schauen, um etwas auf dem Bildschirm sehen zu können.

Auch nicht so prickelnd: die Größe der Apparatur, die wir auf den Fotos erkennen können. Das Ding frisst nämlich ganz schön Platz. Bis das Gerät also wirklich für den Konsumenten interessant wird, muss erst mal noch einiges passieren.

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