The Invincible Review: Packendes Sci-Fi-Story-Adventure oder gähnende Langeweile?

Mit The Invincible von Starward Industries und 11 Bit Studios, fiel Anfang diesen Monats ein neues Sci-Fi-Abenteuer in meine Hände. Ich habe das, ca. 10-stündige Story-Adventure ausführlich für euch getestet und verrate euch heute, ob sich der Kauf, meiner Meinung nach, lohnt.

Den aktuellsten Trailer könnt ihr euch gleich hier ansehen:

Tolle Story mit Buchvorlage

In der Rolle der Biologin Dr. Yasna wachen wir, mit gravierenden Gedächtnislücken, mutterseelenallein auf einem fremden Planeten auf. Unser Hauptziel: Wir müssen uns dringend erinnern, um den Rest unserer Crew wiederzufinden und das, noch bevor uns der Sauerstoff ausgeht. Die Handlung des Spiels startet damit bereits ziemlich dramatisch und kitzelt sofort den Überlebenskämpfer aus mir heraus.

Im Laufe des 10-stündigen Abenteuers decken wir, in Form von Yasna, immer mehr düstere Geheimnisse auf und erinnern uns an die Tage, an denen wir noch sicher waren sowie an den Grund für unseren Besuch auf dem unerforschten Planeten, der „Regis 3“ genannt wird.

Ob wir wirklich allein auf dem Planeten sind, wird sich noch herausstellen.

Mehr möchte ich zur Story lieber nicht verraten, um mögliche Spoiler zu vermeiden.

Die spannende Geschichte wurde von dem gleichnamigen Buch des Autors Stanisław Lem, aus dem Jahre 1964, übernommen und funktioniert auch nach all den Jahren noch unheimlich gut. Wer das Buch bereits gelesen hat, wird mit diesem Spiel endlich passende Bilder zur Story erhalten und noch tiefer in das Geschehen eingesogen. Wer die Geschichte aus dem Buch noch nicht kennt, darf sich dafür auf einige interessante und spannende Wendungen gefasst machen.

Fantastische Optik und herausragendes Sound-Design

The Invincible lebt nicht nur von seiner einmaligen Story, sondern vor allem auch von seiner phänomenalen Optik. Das es sich hierbei nicht um einen AAA-Titel handelt, merkt man hauptsächlich an den Mimiken der Charaktere, die leider nicht ganz so realistisch wirken. Die tolle und detaillierte Umgebung macht das Ganze aber wieder mehr als wett.

Bereits beim ersten Augenaufschlag von Dr. Yasna auf dem unbekannten „Planeten Regis 3“ wird uns eine absolut fantastische Aussicht geboten, die beim Erkunden nur noch besser wird. Dabei sorgen die schiere Größe des Planeten und die Weite des menschenleeren Terrains gleichzeitig für das richtige Gefühl von Isoliertheit.

Die Umgebung, in der wir uns im Spiel befinden, ist einmalig für jeden Sci-Fi-Fan.

Um das perfekte Feeling abzurunden, werden dem Spieler außerdem eine fantastische englische Vertonung sowie großartige Sound-Effekte und Soundtracks geboten, die 1 zu 1 zur beeindruckenden Umgebung passen.

Besonders gefielen mir die Momente, in denen Dr. Yasna leise ein Lied singt, um ihre Gedanken zu beruhigen. Diese Szenen, gepaart mit der unglaublichen Umgebung sind wirklich einmalig und treffen bei mir einfach einen ganz bestimmten Nerv.

Der Dämpfer: Das Gameplay

Auch wenn ich bisher fast nur mit Komplimenten um mich werfen konnte, muss ich in Sachen Gameplay doch einen etwas anderen Ton einschlagen. Natürlich sollte man bei einem so Story-basierten Titel keine besonders brisante Action erwarten, aber ein bisschen mehr Fahrt hätte The Invincible, für meinen Geschmack, dann doch schon aufnehmen dürfen.

Während die Isolation und das reine Zurechtfinden auf dem Planeten am Anfang noch recht gut funktioniert, wird dieser Aspekt nach einigen Stunden leider auch etwas langweilig. Zwar sind wir später nicht mehr ganz so allein und haben dann auch mehr zu tun, als lediglich Transpondern nachzugehen und von einem Ort zum nächsten zu wandern, dennoch fehlt hier einfach das gewisse Etwas. Irgendetwas, dass dafür sorgt, dass ich gerne noch 2 weitere Stunden an dem Titel sitze. Stattdessen waren hier einige Pausen nötig, damit ich den Test komplett durchziehen konnte, weil mir das Spielerlebnis manchmal tatsächlich etwas zu anstrengend wurde.

Unsere Handlungen und Aktionen sind doch recht beschränkt. Reichen aber, um die tolle Geschichte zu erzählen.

Nicht viel besser machten es die vielen langatmigen Sequenzen, in denen wir unseren Crew-Membern zuhören müssen oder Vergangenes nacherleben. Dabei ist unsere Bewegungs- und Handlungsfreiheit nämlich immer wieder extrem limitiert und wir sind gezwungen, uns teilweise viel zu lange Dialoge anzuhören. Theoretisch kann man die Dialoge zwar alle skippen, aber dann könnte man der Story nicht mehr richtig folgen, die hier maßgebend für die Spielerfahrung ist.

Ewig lange Dialog-Sequenzen, wie diese, hätten mich fast gebrochen.

Fazit

The Invincible birgt eine einzigartige Geschichte voller Geheimnisse und Dramatik in einer Spielwelt, die jeden Sci-Fi-Fan ins Staunen versetzen wird.

Einzig und allein das Gameplay konnte mich hier nicht so wirklich überzeugen. Unsere Handlungen sind sehr eingeschränkt und einige Sequenzen viel zu langatmig. Spannung kommt zwar auf, aber Action gibt es keine. Ähnlich wie mit einem Buch, musste ich mir auch hier zwischendrin Pausen gönnen, weil der Körper und Geist mit der Zeit tatsächlich etwas müde wurde. Trotzdem bin ich froh, den Titel gespielt zu haben und bereue die 10 Stunden, die ich hier investiert habe, nicht.

Das Sci-fi-Adventure The Invincible bekommt von mir eine 6,5/10. Trotz seiner Schwächen kann ich den Titel jedem Sci-Fi-Fan und jedem, der gute Geschichten schätzt, empfehlen. Wer zu ungeduldig für ein Buch ist oder beim Gucken eines Films ohne Action eher hippelig wird, sollte sich aber vielleicht lieber nach etwas anderem umsehen.

  • The Invincible ist am 06. November 2023 für PS5, Xbox Series und PC erschienen.

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The Invincible
  • First-Person-Spiel, das auf den Motiven aus The Invincible von Stanisław Lem basiert
  • Erlebe ein philosophisches Abenteuer auf einem unerforschten Planeten
The Invincible
  • First-Person-Spiel, das auf den Motiven aus The Invincible von Stanisław Lem basiert
  • Erlebe ein philosophisches Abenteuer auf einem unerforschten Planeten

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