Xbox 360 Controller

Modifiziertes Gamepad liest die Emotionen der Spieler

8. April 2014 • 14:16 Uhr

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Ein Xbox 360-Controller - leicht modifiziert. (Foto: Youtube)

Die Kraft eurer Gedanken als Element in einem Spiel? Die Idee ist nicht neu, gab es in der Vergangenheit schon etliche Ansätze – von Mindplay bis hin zu FlyingBuddy 2 existieren längst Möglichkeiten. In eine etwas andere Richtung schielt das Experiment von Corey McCall, der einen regulären Xbox 360-Controller modifizierte, um Gefühlsregungen der Spieler wahrnehmen zu können.

Der Doktorand an der Stanford University realisierte den Controller im Rahmen seines Studiums. Auf der Rückseite ersetzte er das Gehäuse mit einem speziellen Plastikmodul, das er mit einem 3D-Drucker kreierte. Die eingebauten Sensoren sind in der Lage, den Blutdruck und den Puls zu messen. Genauso wird festgestellt, wie intensiv ein Spieler beim Zocken atmet. Hinzu gesellt sich ein lichtempfindlicher Sensor, der auch den Herzschlag wahrnehmen kann. Und ein Beschleunigungssensor stellt jegliche Bewegungen am Controller fest – wenn man diesem im Eifer des Gefechts zur Seite reißt oder ähnliches. Die gesamten Daten werden verwendet, um das Spielerlebnis zu erhöhen. Aber was soll das bringen?

Unter anderem mit dem Spiel „Audiosurf Overture“ verdeutlichte Corey McCall das Konzept des Controllers. Generell sollen Entwickler durch die neuen Informationen mehr über Spieler erfahren und ihre Games anpassen. Sollten sie sich langweilen und der Puls sinken, könnte man plötzlich einen neuen Zwischenboss auftauchen lassen. Eltern wiederum seien in der Lage zu prüfen, ob alles mit ihren Kids in Ordnung ist, während sie etwas spielen. Am Schluss reden wir hier also nicht direkt über Gedankenkraft, sehr wohl aber über potentielle Spiele, die auf unseren Körper reagieren.

Auch dieser Ansatz ist jetzt keine generell neue Idee, wurde bisher aber noch nicht in ein finales Produkt umgesetzt. Corey McCall präsentierte sein Gamepad auf der Consumer Electronics Show Anfang des Jahres. Ob er dort auf das Interesse von Firmen stoß? Unklar. In jedem Fall arbeiteten Valve und Sony in der Vergangenheit an ähnlichen Richtungen, heraus kam dabei aber nichts.

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